Claude Design: So baust du Folien, Websites und Grafiken direkt in Claude

Aus dem Skript zu einem meiner Videos hat Claude Design in wenigen Minuten 14 Folien gebaut. In Canva oder PowerPoint hätte mich das deutlich länger gekostet. Du beschreibst, was du brauchst, und Claude baut es auf einer Arbeitsfläche neben dem Chat: Folien, eine Landingpage, einen Social-Media-Post oder einen klickbaren Prototyp. In dieser Anleitung zeige ich dir, wo du Claude Design seit Oktober 2026 findest, was es kostet und welche fünf Fehler dich unnötig Limit kosten.
Was ist Claude Design?
Claude Design kommt von Anthropic, der Firma hinter Claude. Gestartet ist es am 17. April 2026 als eigene Seite unter claude.ai/design. Du beschreibst im Chat, was du bauen willst, und Claude legt einen ersten Entwurf auf die Arbeitsfläche daneben. Danach arbeitest du ihn aus: per Chat, mit Kommentaren direkt am Element oder indem du Text auf der Fläche selbst änderst.
Das kannst du damit bauen:
- Präsentationen, die du als PowerPoint, PDF oder nach Canva exportierst
- Landingpages und Vorlagen für Webseiten
- Grafiken für Instagram und LinkedIn
- klickbare Prototypen für Apps und Onboarding-Seiten
- Animationen, zum Beispiel Ladeanimationen oder Texteffekte

Neu seit Oktober 2026: Claude Design steckt jetzt in Claude
Anthropic hat Claude Design in Claude eingebaut. Für dich ändern sich vier Dinge (laut Hilfeseite von Anthropic, Stand Oktober 2026):
- Kein eigenes Programm mehr. Ein Design ist jetzt eine Vorlage für ein Artefakt. Du startest es in jedem Chat oder auf der Seite Artefakte.
- Auch im Gratis-Tarif. Zum Start im April lief Claude Design nur mit Pro oder Max. Heute ist es in Free, Pro, Max, Team und Enterprise enthalten.
- Ein Limit für alles. Claude Design hatte ein eigenes Wochenlimit. Jetzt zählt jedes Design zu deinem normalen Limit, zusammen mit Chat und Claude Code.
- Die alte Seite schließt. claude.ai/design läuft noch bis 14. Dezember 2026. Zieh deine Design-Systeme vorher um: Auf der Seite Artefakte steht dafür ein Hinweis „Claude Design ist jetzt hier“ mit dem Knopf zum Umziehen.
In meinen Videos vom April siehst du noch die alte, eigene Seite mit englischer Oberfläche. Die Arbeitsweise ist dieselbe geblieben: beschreiben, Entwurf ansehen, verfeinern, exportieren.

Wo du Claude Design findest
Ein eigenes Login brauchst du nicht. Du meldest dich wie gewohnt bei Claude an und hast vier Wege:
- Im Chat: Du schreibst zum Beispiel „Mach mir aus diesem Angebot einen One-Pager“.
- Auf der Seite Artefakte: Du wählst dort eine Design-Vorlage.
- In Claude Code: Du tippst /design.
- Auf dem Handy: In der Claude-App fragst du im Chat nach einem Design. Freigeben kannst du es nur im Browser oder in der Desktop-App.
Meine erste Präsentation: aus dem Skript in wenigen Minuten
Für den Test habe ich das Skript meines Videos übers Tokens sparen eingefügt, 135 Zeilen Text, und um Folien gebeten. Claude hat 14 Folien gebaut. Weil ich kein eigenes Design hinterlegt hatte, kam ein neutrales Standard-Design: viel Weiß, große Zahlen, Terrakotta als Akzent.
Die Folien sahen ordentlich aus. Den gleichen Look bekommen aber alle, die kein eigenes Design hinterlegen, und auf Instagram wirkt er schnell austauschbar. Mit meinem Design-System kam dieselbe Präsentation in meinen Farben.


Das Skript habe ich vorher selbst geschrieben. Den Inhalt bringst du also mit, Claude Design übernimmt die Gestaltung.
Fehler 1: Ohne Design-System starten
Ein Design-System sammelt alles, was deine Marke ausmacht: Farben, Schriften, Logo, Buttons. Claude Design baut danach jedes Projekt in deinem Look. Das Einrichten dauert bei mir etwa zehn Minuten.
So hat es im April funktioniert:
- Lege ein neues Design-System an.
- Beschreib deine Firma in ein paar Sätzen. Verlinke deine Website oder dein GitHub-Projekt, falls du eins hast, und lade Logos, Schriften und Bilder hoch.
- Schreib dazu, wie es wirken soll. Bei mir stand: Personal Brand zu KI, nicht zu technisch, minimalistisch, darf Spaß machen, Apple-Emojis erlaubt.
- Klick auf Generate. Erst dann startet die Arbeit, und sie dauert etwa fünf Minuten.
- Prüf die 16 Bausteine einzeln mit „Looks good“ oder „Needs work“: Hintergründe, Akzentfarben, Schriften, Buttons, Karten, Icons.


Fehlen deine Schriften, meldet Claude Design „Missing brand fonts“ und nimmt Ersatzschriften. Lad sie dann nach.
Mit Design-System stellt Claude vor dem Bauen Rückfragen: wie viele Folien, welcher Ton, ob Zahlen groß stehen sollen. Bei jeder Frage kannst du „Decide for me“ wählen. Ich beantworte sie lieber selbst, dann muss ich danach weniger korrigieren.

Fehler 2: Zu kurz prompten
„Erstelle eine Landingpage zum Thema XY“ reicht nicht. Claude weiß dann nicht, ob die Seite für ein Sommerfest ist oder für einen Onlineshop. Gib ihm, was du einem neuen Kollegen auch sagen würdest: Zielgruppe, Ton und was die Leute am Ende tun sollen.
Landingpage für meinen KI-Newsletter. Zielgruppe: Selbstständige ohne Technik-Hintergrund. Ton: direkt und freundlich. Knopf am Ende: Eintragen.
Übertreib es aber nicht. Drei Seiten Briefing machen das Ergebnis nicht besser, nur den Verbrauch höher. Schreib, was relevant ist.
Fehler 3: Alles in Worte fassen wollen
Bittest du zehn Leute, ein blaues Dreieck zu malen, bekommst du zehn verschiedene Dreiecke. Mit Design geht es Claude genauso. Lade lieber Beispiele hoch: Screenshots von Seiten, die dir gefallen, ein bestehendes Folienset oder ein Dokument in deinem Stil. Das spart dir mehrere Runden Erklären.
Fehler 4: Nach der ersten Version aufhören
Die erste Version ist selten fertig, auch mit gutem Prompt und Design-System. Das gute Ergebnis kommt in Runde zwei oder drei. Dafür hast du drei Werkzeuge:
- Chat für große Änderungen am ganzen Design, zum Beispiel „mach das Farbschema dunkler“.
- Kommentar direkt an einem Element, zum Beispiel „dieser Button größer“.
- Direkt auf der Fläche Text ändern. Das verbraucht am wenigsten, weil Claude nichts neu bauen muss.
Zwei Regeln aus meinen Tests: Mach eine Änderung nach der anderen und warte, bis sie fertig ist. Als ich zwei auf einmal geschickt habe, kam ein Fehler. Und läuft ein Entwurf fest, starte einen neuen Chat, statt ewig nachzubessern. Jede neue Runde im alten Chat liest den ganzen Verlauf noch mal und kostet dich Limit.
Fehler 5: Falsch exportieren
Exportier so, dass du danach weiterarbeiten kannst:
- Social-Media-Posts nach Canva, dort sind sie voll bearbeitbar.
- Präsentationen als PPTX, PDF oder zu Google Slides.
- Webseiten als HTML-Datei.
- Alles, was echte Software werden soll, an Claude Code.
Laut Anthropic schickst du Designs inzwischen auch direkt an weitere Programme, zum Beispiel Lovable, Miro, Wix oder Netlify (Stand Oktober 2026).

Was kostet Claude Design?
Nichts extra. Claude Design ist in jedem Claude-Tarif enthalten, auch im Gratis-Tarif (Stand Oktober 2026). Es zählt zu deinem normalen Nutzungslimit, zusammen mit allem anderen, was du in Claude machst. Ist dein Limit erreicht, pausiert auch Claude Design, bis es sich zurücksetzt. In den bezahlten Tarifen kannst du Extra-Nutzung einschalten und weiterarbeiten.
Große Projekte mit vielen Runden verbrauchen deutlich mehr als eine kurze Frage. Mit diesen Gewohnheiten kommst du weiter:
- Erst das Design-System anlegen, dann Projekte bauen
- Zielgruppe, Ton und Ziel in den ersten Prompt
- Beispiele hochladen statt lange beschreiben
- Text direkt auf der Fläche ändern statt per Chat
- Eine Änderung nach der anderen
- Bei festgefahrenen Entwürfen einen neuen Chat starten
Mehr dazu, wie du dein Limit schonst, steht in meinem Artikel zum Claude Token-Limit.
Häufige Fragen
Was ist Claude Design?
Claude Design ist ein Werkzeug von Anthropic für visuelle Arbeit. Du beschreibst im Chat, was du brauchst, zum Beispiel eine Präsentation, eine Landingpage oder einen Social-Media-Post, und Claude baut daneben auf einer Arbeitsfläche einen ersten Entwurf. Den verfeinerst du im Chat, mit Kommentaren oder direkt auf der Fläche.
Was kostet Claude Design?
Claude Design kostet nichts extra. Es ist im Gratis-Tarif und in den Tarifen Pro, Max, Team und Enterprise enthalten und zählt zu deinem normalen Nutzungslimit (Stand Oktober 2026). Bis zur Umstellung hatte Claude Design ein eigenes Wochenlimit.
Wo finde ich Claude Design?
Du brauchst kein eigenes Login. Frag Claude in einem normalen Chat nach einem Design oder wähl auf der Seite Artefakte eine Design-Vorlage. In Claude Code geht es mit /design, in der Claude-App auf dem Handy direkt im Chat.
Gibt es claude.ai/design noch?
Bis 14. Dezember 2026. Danach leitet die Adresse zu Claude weiter. Deine Design-Systeme kannst du vorher über die Seite Artefakte in Claude umziehen. Chats und Kommentare aus der alten Version zieht Anthropic laut Hilfeseite nicht mit um.
Kann ich mit Claude Design eine PowerPoint erstellen?
Ja. Du exportierst deine Folien als PPTX, als PDF, zu Google Slides oder nach Canva. Webseiten gibst du als HTML-Datei heraus oder an Claude Code weiter.
Funktioniert Claude Design mit Figma?
Bei meinem Test im April konnte ich eine Figma-Datei als Vorlage hineinziehen und beim Design-System eine .fig-Datei hochladen. Laut Anthropic übernimmt Claude ein Design-System aus Design-Dateien, aus einem GitHub-Projekt oder aus hochgeladenen Logos und Schriften.
Weiterlesen in der KI-Werkstatt
- Claude Token-Limit erreicht? 6 Gewohnheiten zum Tokens sparen: Claude Design zählt jetzt zu deinem normalen Limit. So hältst du länger durch.
- Claude Cowork Anleitung auf Deutsch: Wenn Claude nicht nur gestalten, sondern Aufgaben in deinen Ordnern erledigen soll.
Das Video zum Artikel
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Hi, ich bin Lisa. Ich baue mir mit Claude ein KI-Team, das mir Arbeit abnimmt, und zeige dir auf YouTube und als KI-Dozentin, wie du das auch kannst. Mehr über mich