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Lisa Zachmann · KI-Starthilfe

Die ersten Schritte mit KI — in der Reihenfolge, die etwas bringt

Elf Schritte. Jeder einzeln zum Ausklappen, mit dem Was, dem Warum und dem, was du wirklich tippen kannst. Du musst nichts auf einmal machen — einer pro Tag reicht völlig.

Kleiner oranger Roboter winkt vor einer offenen Tür
Für alle, die gerade anfangen Kein Vorwissen nötig Reihenfolge ist Absicht
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Teil 1Einrichten
1

Hol dir Claude und ChatGPT als App auf den Rechner

Nicht im Browser-Tab arbeiten. 5 Minuten, einmalig.

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Roboter stellt ein App-Symbol neben einen Laptop
Einmal installiert, liegt es unten in der Leiste — statt im 27. Browser-Tab.

Lade beide Programme als richtige App herunter und leg sie dir ins Dock bzw. in die Taskleiste. Beide gibt es für Mac und Windows, kostenlos, auch mit einem Gratis-Konto.

Claude
claude.ai/download
Mac · Windows
ChatGPT
chatgpt.com/download
Mac · Windows
Warum das mehr bringt, als es klingt: Im Browser ist KI ein Tab unter vielen — du findest ihn nicht, also benutzt du ihn nicht. Als App ist sie ein Klick weit weg, du kannst Dateien einfach reinziehen, und das Fenster bleibt offen, während du woanders arbeitest. Das allein entscheidet oft darüber, ob du es täglich nutzt oder nach zwei Wochen wieder aufhörst.

Beide? Ja, erst mal beide.

Nicht um zu vergleichen, sondern weil du in den ersten Wochen merkst, mit welchem du lieber redest. Nach vier Wochen entscheidest du dich für eins und bleibst dabei. Der Unterschied zwischen den beiden ist kleiner als der Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Frage.

Handy nicht vergessen — dieselben Apps gibt es im App Store und bei Google Play.
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2

Versteh, was ein Prompt eigentlich ist

Kein Zauberwort. Ein Auftrag in normalem Deutsch.

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Eine Hand gibt dem Roboter eine beschriebene Karte
Ein Prompt ist das, was auf der Karte steht. Nicht mehr, nicht weniger.

Ein Prompt ist einfach das, was du unten ins Feld tippst — keine Programmiersprache, kein geheimer Befehl. Und deshalb gibt es auch keine Liste mit „den 50 besten Prompts", die dein Problem löst.

Das richtige Bild im Kopf

Stell dir die KI vor wie eine neue Kollegin am ersten Tag. Fleißig, schnell, weiß erstaunlich viel — aber: sie kennt dich nicht, kennt deine Kundschaft nicht, war bei keiner Besprechung dabei. Und der eine große Unterschied: eine Kollegin fragt nach, wenn sie etwas nicht weiß. Die KI rät — sehr überzeugend.

Kommt schlecht zurück

  • „Schreib mir einen Text für mein Produkt."

Wer soll es lesen? Wie lang? Welcher Ton? Was ist das Produkt? Die KI muss alles raten — und tut es.

Kommt brauchbar zurück

  • „Du bist Werbetexterin für kleine Onlineshops. Mein Shop verkauft handgemachte Aufnäher für 4,90 €, Kundschaft sind Eltern von Kita-Kindern. Schreib drei Produktbeschreibungen, je max. 90 Wörter: eine sachliche, eine gefühlvolle, eine ganz kurze. Keine Superlative. Gib es als Tabelle."

Die sechs Teile, die jeder gute Auftrag hat

  • Rolle — als wer soll geantwortet werden ("du bist Werbetexterin")
  • Kontext — was die KI über dich und die Lage wissen muss
  • Aufgabe — was genau rauskommen soll
  • Beispiele — zeigen statt beschreiben, besonders beim Ton
  • Einschränkungen — was sie nicht tun soll ("nichts erfinden, keine Superlative")
  • Ausgabeformat — Tabelle, Liste, Text, Stichpunkte

Du brauchst nicht immer alle sechs. Aber wenn eine Antwort schwach ist, fehlt fast immer einer davon — meistens Kontext oder Beispiele.

Merksatz: Es ist fast nie die KI. Es ist unser Auftrag.
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3

Füll die Benutzereinstellungen aus — der größte Hebel überhaupt

Fünf Minuten einmal, gilt ab dann in jedem Chat.

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Roboter mit Namensschild vor einer angepinnten Karte
Einmal hingeschrieben, hängt es für immer an der Wand — in jedem neuen Chat.

In jedem Tool gibt es eine Stelle, an der du hinterlegst, wer du bist und wie du angesprochen werden willst. Das gilt dann in jedem neuen Chat, ohne dass du es je wieder erwähnst. Von allem auf dieser Seite hat das das beste Verhältnis von Aufwand zu Wirkung.

ChatGPT
Einstellungen › Personalisierung › Benutzerdefinierte Anweisungen
Zwei Felder: was wir über dich wissen sollen, und wie wir antworten sollen.
Claude
Einstellungen › Allgemein › Anweisungen für Claude
Ein Feld für beides.
Links Roboter mit leerem Tisch, rechts Roboter mit vielen Unterlagen
Links: die KI weiß nichts über dich. Rechts: dieselbe KI, mit Informationen. Derselbe Prompt, zwei Welten.

Zum Abschreiben und Anpassen

Vorlage · in eckigen Klammern anpassen

Ich arbeite im Bereich [Branche / Tätigkeit] und beschäftige mich
gerade mit [Thema]. Mein Hintergrund ist [kurz: Ausbildung, Beruf].
Ich nutze dich [beruflich / privat / für beides].

So möchte ich, dass du antwortest:
- Auf Deutsch, per Du, in kurzen klaren Sätzen.
- Erklär Fachbegriffe beim ersten Mal in einem Halbsatz mit.
- Keine langen Einleitungen: zuerst das Ergebnis, danach die Begründung.
- Wenn dir Informationen fehlen, frag nach. Rate nicht.
- Wenn du bei einer Zahl oder Rechtsfrage unsicher bist, sag es dazu.
Die vorletzte Zeile ist die wichtigste. „Frag nach, rate nicht" holt dir genau das zurück, was der KI gegenüber einer echten Kollegin fehlt. Ohne diese Zeile erfindet sie lieber etwas, als zuzugeben, dass ihr eine Information fehlt.

Wenn du es beruflich und privat nutzt: schreib beides rein, die KI kommt damit klar. Und setz dir eine Erinnerung, das nach vier Wochen einmal zu überarbeiten — dann weißt du viel besser, was dich am Standard-Ton gestört hat.

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Teil 2Besser und günstiger arbeiten
4

Nimm das Modell, das zur Aufgabe passt

Sonst verbrennst du Tokens für nichts — und stehst mittags am Limit.

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Kleiner Roboter mit einem Zettel, großer Roboter mit einem Aktenstapel
Gleicher Roboter, zwei Größen. Die kleine Aufgabe braucht nicht den schweren Kollegen.

Oben im Chat kannst du zwischen Modellen wählen: ein schnelles kleines, ein mittleres, ein schweres Denk-Modell. Die Namen ändern sich alle paar Monate, die Logik nie: Das schwere Modell denkt länger, kann mehr — und verbraucht ein Vielfaches.

Einstein wischt den Laborboden
Wenn Einstein im Team wäre, würdest du ihn auch nicht den Boden wischen lassen. Nicht weil er es nicht kann — sondern weil es die falsche Aufgabe für ihn ist.

Kleines, schnelles Modell

  • Text umformulieren, kürzen, korrigieren
  • Übersetzen
  • Liste sortieren, Tabelle umbauen
  • Kurze Frage, kurze Antwort

Schweres Denk-Modell

  • Mehrere Schritte planen
  • Zahlen analysieren und bewerten
  • Konzept, Strategie, schwierige Entscheidung
  • Etwas bauen, das funktionieren muss

Zwei Gewohnheiten, die sofort Tokens sparen

  • Pro Thema ein neuer Chat. Ein Chat schleppt seinen kompletten Verlauf bei jeder neuen Nachricht mit. Der Chat von heute Morgen über die Steuererklärung macht deine Frage zum Produkttext teurer und schlechter.
  • Nachschärfen statt neu anfangen. Wenn die Antwort fast passt, sag was fehlt („kürzer, keine Werbesprache, Tabelle") — nicht den ganzen Auftrag neu tippen.
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5

Lern die Artefakte kennen — wenn nicht Text rauskommen soll, sondern ein Ding

Claudes Spezialität. Auch diese Seite ist so entstanden.

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Roboter hält ein kleines Dashboard in die Kamera
Statt einer Antwort im Chat: ein eigenes Fenster mit etwas drin, das du behalten kannst.

Normalerweise antwortet die KI mit Text im Chat. Bei einem Artefakt baut sie stattdessen ein eigenes kleines Fenster daneben — eine Seite, eine Übersicht, ein Rechner, eine Checkliste. Das kannst du behalten, weiterentwickeln und als Link weitergeben.

Diese Seite ist als Artefakt entstanden. Sie ist aus einem Auftrag entstanden — Text, Bilder und die Pfeiltasten-Steuerung inklusive.

Probier's aus: so ein Ding entsteht in einem Satz

Marge je Stück8,70 €
Marge in %67 %
Rohertrag / Monat1.044 €

Tipp zum Nachbauen: „Bau mir einen kleinen Rechner als Artefakt: Eingabe Einkaufspreis, Verkaufspreis, Stückzahl pro Monat. Zeig mir Marge je Stück, Marge in Prozent und Rohertrag pro Monat."

Wofür sich das im Alltag lohnt

  • Eine Checkliste, die du jeden Monat wieder benutzt
  • Ein Rechner für etwas, das du sonst immer wieder im Kopf machst
  • Eine Übersicht aus einem langen Dokument, zum Weitergeben
  • Ein Entwurf für eine Seite, den du jemandem zeigen willst
Frag ruhig direkt danach: „Mach mir das als Artefakt."
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6

Leg dir eine kleine Vorlagen-Sammlung an

Drei Vorlagen reichen für den Anfang. Ein Chatverlauf ist kein Archiv.

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Roboter zieht eine Karte aus einem Karteikasten
Was du zweimal getippt hast, gehört in den Kasten.

Sobald ein Auftrag gut funktioniert hat: ersetze alles, was sich beim nächsten Mal ändert, durch einen Platzhalter — und leg ihn ab. Aus Text wird ein Formular.

So sieht eine Vorlage aus

Du bist [ROLLE] für [ZIELGRUPPE].
Mein Produkt: {{PRODUKT}} für {{PREIS}}.
Kundschaft: {{ZIELGRUPPE}}.
Unser Ton: {{TONALITAET}}.

Schreib mir {{ANZAHL}} Varianten, je max. {{LAENGE}} Wörter.
Erfinde keine Eigenschaften, die ich dir nicht genannt habe.
Gib es als Tabelle: Variante · Text · für wen sie passt.

Wo du sie hinlegst — egal wo, nur nicht im Chatverlauf

Projekte
In Claude und ChatGPT: ein Ordner pro Thema, mit Kontext und Dateien, die immer dazugehören.
Notizen-App
Reicht völlig. Eine Notiz pro Vorlage: Name, wofür, was einsetzen, Beispiel-Ergebnis.
Immer beides
Im Tool eingebaut und bei dir abgelegt — sonst ist es weg, wenn du mal das Tool wechselst.
Der einzige Test, der zählt: Kommt jemand anders mit deiner Vorlage klar, ohne zu fragen? Dann ist es eine Vorlage. Wenn nicht, war es ein privater Notizzettel — meistens fehlt der Kontext, den du für selbstverständlich hältst.
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7

Nimm NotebookLM, wenn es um deine eigenen Unterlagen geht

Antwortet nur aus dem, was du reinlegst. Und macht daraus einen Podcast.

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Roboter mit Kopfhörern auf einem Stapel Unterlagen vor einem Mikrofon
Deine Unterlagen rein — Antworten, Zusammenfassung und ein hörbarer Podcast raus.

NotebookLM ist von Google, kostenlos, und funktioniert anders als ein Chat: Du legst deine eigenen Quellen rein — PDFs, Verträge, Skripte, Webseiten, Videos — und es antwortet nur daraus, mit Verweis auf die Stelle. Adresse: notebooklm.google.com

Wofür genau

  • Ein 80-Seiten-PDF, das du verstehen musst, aber nicht lesen willst
  • Alle Unterlagen zu einem Thema an einer Stelle befragen
  • Prüfungs- oder Lernstoff: Fragen stellen, bis es sitzt
  • Aus deinen Unterlagen einen Podcast machen lassen und ihn unterwegs hören
Der Unterschied, der zählt: Ein normaler Chat erfindet im Zweifel etwas. NotebookLM kann nur aus deinen Quellen antworten — und zeigt dir, woher. Deshalb ist es das ehrlichste Werkzeug für alles, wo es auf den echten Inhalt ankommt.
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Teil 3Dranbleiben, ohne unterzugehen
8

Probier rum — mit echten Aufgaben, nicht mit Testfragen

30 Minuten pro Woche, drei Aufgaben von deinem Schreibtisch.

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Roboter baut im Sandkasten einen Turm aus Holzklötzen, einige umgefallen
Drei umgefallene Türme gehören dazu. Das ist kein Scheitern, das ist die Lernkurve.

Die Leute, die nach drei Monaten wirklich etwas können, haben nicht mehr gelesen — sie haben mehr eigene Aufgaben reingegeben. „Erklär mir Quantenphysik" bringt dir nichts. Deine echte Mail von gestern schon.

Die Übung für diese Woche

  • Nimm drei Dinge, die du diese Woche sowieso machen musst — eine Mail, eine Zusammenfassung, eine Liste.
  • Gib jedes einmal rein, mit Rolle, Kontext und Ausgabeformat.
  • Sag, was nicht passt, und lass nachschärfen. Zwei Runden, nicht zehn.
  • Was gut lief, wird Vorlage (Schritt 6). Was nicht lief: notier in einem Satz, woran es lag.
Und prüf das Ergebnis. Zahlen, Namen, Rechtsfragen, Quellen: immer gegenlesen. Die KI schreibt Unsinn genauso überzeugend wie Richtiges. Bei allem, was rausgeht oder Geld kostet, bist du die letzte Kontrolle — nicht sie.

Videos, mit denen du anfangen kannst

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9

Lass dich nicht von der Tool-Flut überrollen

Drei Tools, die du beherrschst, schlagen hundert, die du nicht kennst.

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Roboter sitzt ruhig an einem aufgeräumten Tisch, links ein Berg aus Papier und Kabeln
Der Berg links geht nicht weg. Du musst ihn nur nicht abarbeiten.

Am Anfang fühlt sich KI nach unfassbar viel an: jede Woche ein neues Tool, jede Woche erzählt jemand, dass genau das jetzt alles verändert. Du verpasst nichts. Was heute wichtig ist, ist in vier Wochen immer noch da — und dann gibt es Videos dazu.

Person hüpft durch eine Werkstatt von Werkbank zu Werkbank
Tool-Hopping: ständig das Nächste testen und am Ende nichts richtig können. Der Reiz liegt im Anfang — Üben fühlt sich nach Arbeit an.

Der Fehler, der am meisten Zeit kostet: das Auffällige statt das Wirksame

Fühlt sich nach Zukunft an

  • Ein KI-Avatar von mir
  • Ein eigener Chatbot auf der Website
  • KI-Musik für die Reels
  • Ein Agent, der „alles automatisch macht"

Bringt tatsächlich etwas

  • Die zwölf immer gleichen Kundenfragen sauber beantwortet
  • Produkttexte für die Artikel, die noch keine haben
  • Mails vorsortiert und vorbereitet
  • Ein Vorlagensatz, den alle im Team nutzen
Person schaut in den Spiegel und sieht dort einen glänzenden Roboter
Wir brauchen keinen KI-Avatar von uns, wenn wir vorher auch keinen gebraucht haben. Die Gegenfrage ist immer: was wird dadurch messbar besser?

Drei Fragen, bevor du etwas Neues anfängst

  • Was wird dadurch messbar besser? Zeit, Fehler, Umsatz oder Nerven. Wenn nichts davon: Es ist eine Spielerei. Darf man — sollte man nur wissen.
  • Was ist der langweiligere Weg zum selben Ergebnis? Sehr oft gibt es einen, und er dauert einen Nachmittag statt drei Wochen.
  • Was mache ich dafür nicht? Jede Stunde hier fehlt woanders.
Roboter mit Werkzeuggürtel und drei benutzten Werkzeugen, dahinter ein Haufen ungenutzter Geräte
Drei Werkzeuge am Gürtel, benutzt und vertraut. Der Haufen dahinter hat nie jemandem etwas gebracht.
Das beste Tool ist das, das du wirklich nutzt. Nicht das neueste.
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10

Behalt die Kosten im Blick — Abos wachsen leise

Acht Tools sind schnell 119 € im Monat. Drei reichen.

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Roboter mit einem Münzglas vor drei aufgestellten Karten und einem umkippenden Stapel
Drei bezahlte Werkzeuge sind eine Entscheidung. Acht sind ein Versehen.

Einzeln tut kein Abo weh — 20 Euro hier, 12 Euro da. Deshalb prüft es auch niemand. Der Stapel wächst monatlich und schrumpft nie, weil Kündigen Aufwand ist und „vielleicht brauche ich es ja noch".

Ein realistischer StapelTarifpro Monat
ChatGPTPlus23,00 €
ClaudePro20,00 $
Google GeminiGoogle AI Pro21,99 €
CanvaPro (110 € im Jahr)9,17 €
ElevenLabsStarter6,00 $
n8nCloud Starter20,00 $
MakeCore12,00 $
Granolapro Person14,00 $
Summe, grob in Euro= 1.428 € im Jahrrund 119 €

Listenpreise der Anbieter, geprüft am 24.09.2026. Dollarbeträge grob mit 0,90 umgerechnet. Preise ändern sich ständig — das ist eine Momentaufnahme.

Hand legt einen weiteren Brief auf einen hohen gebündelten Stapel
Der Stapel wächst leise. Einmal im Quartal gehört er auf den Tisch.

Die drei Regeln, die reichen

  • Kontoauszug statt Erinnerung. Nicht überlegen, was du abonniert hast — nachsehen. Die Liste ist fast immer länger als gedacht.
  • Die 30-Tage-Frage. Habe ich das in den letzten 30 Tagen benutzt? Nein heißt kündigen, nicht „behalte ich für später".
  • Jahrestarif erst nach drei Monaten. Günstiger ja — aber erst, wenn du das Tool wirklich nutzt.
Fürs Erste brauchst du gar kein Abo. Claude, ChatGPT und NotebookLM haben Gratis-Stufen, mit denen du Wochen weit kommst. Zahl erst, wenn du an ein Limit stößt, das dich bei echter Arbeit stört — dann weißt du auch, für welches der beiden.
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11

Die kleinen Gewohnheiten, die den größten Unterschied machen

Sieben Dinge, die niemand erwähnt — und die sofort wirken.

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Sieben Angewohnheiten

  • Zeigen statt beschreiben. Du kriegst deinen Ton nie über Adjektive hin. Häng zwei eigene Texte an und sag: „schreib so". Das ist der Unterschied zwischen „klingt nach Werbeprospekt" und „klingt nach mir".
  • Diktieren statt tippen. Ein Auftrag, den du sprichst, ist automatisch drei Mal ausführlicher als einer, den du tippst — und genau das braucht die KI. Beide Apps können das.
  • Erst eine Rückfrage erlauben. Häng an schwierige Aufträge an: „Stell mir eine Rückfrage, bevor du anfängst." Eine Frage vorher spart drei Runden hinterher.
  • Dateien reinziehen statt abtippen. PDF, Screenshot, Tabelle, Foto von einem Zettel — alles darf rein. Das ist schneller als jede Beschreibung.
  • Keine fremden und sensiblen Daten reinwerfen. Kundenlisten, Personalsachen, Gesundheitsdaten, Passwörter: nein. Anonymisiere oder lass es weg — und schau bei geschäftlicher Nutzung in die Einstellungen, ob deine Eingaben zum Training verwendet werden.
  • Lass dir erklären, warum. „Sag mir in zwei Sätzen, warum du es so gemacht hast." Dadurch lernst du, statt nur abzunicken — und du merkst schneller, wenn etwas nicht stimmt.
  • Frag nach dem Gegenargument. KI ist von Natur aus zustimmend. „Was spricht dagegen? Was übersehe ich?" holt die Hälfte der Wahrheit zurück, die sonst wegfällt.
Und das Wichtigste: Du musst nicht Schritt halten. Es reicht, wenn du drei Dinge wirklich kannst und jede Woche eine echte Aufgabe abgibst. Das ist mehr als 90 % der Leute, die sich Tool-Listen ansehen.
Einmal richtig eingerichtet ist mehr wert als zehn neue Tools.